Der Gemeinderat Eppelborn hat in seiner jüngsten Sitzung eine neue Forsteinrichtung für den Kommunalwald der Gemeinde beschlossen. Nach Angaben der Gemeinde liegt damit für die kommenden Jahre wieder ein verbindlicher mittelfristiger Betriebsplan für den Gemeindewald vor. Die Forsteinrichtung erfasst den aktuellen Zustand des Waldes und legt fest, wie dieser bewirtschaftet und weiterentwickelt werden soll. Sie bildet zugleich die Grundlage für die jährlich aufzustellenden Forstwirtschaftspläne.
Klimawandel hinterlässt Spuren im Gemeindewald
Laut Mitteilung zeigt die neue Forsteinrichtung, dass sich der Gemeindewald in den vergangenen Jahren verändert hat. Stürme, Borkenkäferbefall und langanhaltende Trockenheit hätten Spuren hinterlassen, insbesondere die Fichtenbestände seien stark zurückgegangen. Der Holzvorrat sei inzwischen vergleichsweise niedrig, wodurch künftig nur begrenzte Nutzungspotenziale bestünden.
Nach Angaben der Gemeinde konnten viele durch Schadereignisse entstandene Kalamitätsflächen inzwischen wiederbewaldet werden. Bei den Aufforstungen sei auf eine artenreiche und standortgerechte Baumzusammensetzung geachtet worden, um den Wald widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen. Die Gemeinde beteiligt sich zudem am Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“.
Als Herausforderung nennt die Gemeinde den hohen Pflegeaufwand für die jungen Waldflächen sowie die Aufteilung des Gemeindewaldes auf viele kleinere, räumlich voneinander getrennte Flächen, die die Bewirtschaftung erschwere.
Vielfältige Funktionen des Waldes
Bei der Bewirtschaftung gehe es nicht nur um die Nutzung von Holz, teilte die Gemeinde mit. Der Wald sei Lebensraum für Tiere und Pflanzen, leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, speichere Wasser und diene als Erholungsraum. Diese Funktionen würden bei der neuen Forsteinrichtung berücksichtigt, neben der nachhaltigen Bewirtschaftung stünden auch Pflege und Entwicklung der Waldbestände sowie die Sicherung der landschaftspflegerischen und Erholungsfunktion im Mittelpunkt.
Bürgermeister Dr. Andreas Feld erklärte dazu
„Mit der neuen Forsteinrichtung haben wir eine wichtige Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen. Die Schäden der vergangenen Jahre können wir nicht rückgängig machen. Wir können aber heute die Weichen dafür stellen, dass ein stabiler, artenreicher und klimaangepasster Wald für kommende Generationen entsteht.“
Motorräder auf Mehrgenerationenplatz gesichtet
Nach Angaben von Bürgermeister Dr. Andreas Feld wurden erneut Motorräder auf dem Mehrgenerationenplatz in Eppelborn gesichtet. Das Befahren der Anlage mit Motorrädern oder Quads sei verboten.
Der Bürgermeister äußerte sich dazu wie folgt
„Es ist wirklich frustrierend: Schon wieder wurden Motorräder auf unserem Mehrgenerationenplatz in Eppelborn gesichtet. Erst vor wenigen Monaten haben wir mit viel Aufwand und erheblichen finanziellen Mitteln einen Mehrgenerationenplatz geschaffen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die sich über die dort geltenden Regeln hinwegsetzen.“
Die Gemeinde prüfe nun, welche weiterführenden Sicherungsmaßnahmen möglich seien, um die Anlage zu schützen. Feld äußerte die Sorge, dass öffentliche Anlagen künftig eingezäunt oder abgeschlossen werden müssten, sollte sich das Verhalten fortsetzen.
„Ich möchte ausdrücklich vermeiden, dass wir irgendwann alles einzäunen oder abschließen müssen, nur weil einige Wenige rücksichtslos mit unseren öffentlichen Angeboten umgehen. Daher bitte ich eindringlich darum, verantwortungsvoll mit unseren Einrichtungen umzugehen.“
Hinweise oder Beobachtungen können laut Mitteilung telefonisch unter 06881 969-123 oder per E-Mail an gemeinde@eppelborn.de an die Gemeindeverwaltung gemeldet werden.


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