Freigabe der strategischen Ölreserven gefordert
Angesichts der volatilen Energiemärkte hat Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, die Freigabe der strategischen Ölreserven in den G7-Staaten vorgeschlagen. Diese Reserven seien für krisensituationen aufgebaut worden,um bei schweren Versorgungsstörungen eingreifen zu können,sagte Schnitzer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Hintergrund und Zweck der Ölreserven
Schnitzer betonte, dass die Reserven in der Vergangenheit genutzt wurden, um das Angebot kurzfristig zu erhöhen und die Preise zu stabilisieren.Die aktuellen Überlegungen, dies erneut zu tun, seien folgerichtig. Allerdings sei der Umfang der Reserve begrenzt und solle lediglich kurzfristige Preisspitzen ausgleichen,nicht aber einen längerfristigen Preisanstieg neutralisieren.
Empfehlungen von Gabriel Felbermayr
Auch der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr empfiehlt, politische Eingriffe in die Energiemärkte zu prüfen, um die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs abzufedern. Er schlug vor, strategische Reserven im Öl- und Gasbereich anzuzapfen, um das Angebot zu erhöhen und den Preis zu senken. Felbermayr betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Vorgehensweise, insbesondere mit den USA, da einzelne staaten gegen den Weltmarkt kaum ankämen.
Situation in Deutschland und Österreich
Viele OECD-Staaten verfügen über solche Reserven. Deutschland hält bei Öl die gesetzlich vorgeschriebene Menge von rund 23 Millionen Tonnen, bei Erdgas jedoch kaum Reserven. Österreich hingegen verfügt über größere Reserven. Eine koordinierte Freigabe, vor allem mit den USA, sei entscheidend, um effektiv auf den Weltmarkt einzuwirken.










