Verdi fordert verhandlungsfähiges Angebot vor zweiter Verhandlungsrunde
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi drängt vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder auf ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Verdi-Vorsitzender Frank Werneke warnte am Mittwoch vor einer „explosiven stimmung“ unter den Beschäftigten. Als Gründe nannte er Personalmangel, unbesetzte Stellen und eine wachsende Überlastung. Die Länderbeschäftigten litten nach seinen Angaben unter Reallohnverlusten und würden im Vergleich zu Beschäftigten bei Bund und Kommunen schlechter bezahlt.
Fortsetzung der Tarifverhandlungen in Potsdam
Verhandlungsrahmen und wirtschaftliche ausgangslage
Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder werden am Donnerstag und Freitag in Potsdam fortgesetzt. Betroffen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte,darunter 925.000 Tarifbeschäftigte.Werneke erklärte, die um die Inflationsraten bereinigten Einkommen der Länderbeschäftigten lägen unter dem Niveau von 2019. Zugleich hätten die Länder im vergangenen Jahr ein Einnahmeplus von 5,2 Prozent verzeichnet.
Warnstreiks und Protestaktionen in mehreren Bundesländern
Seit Montag beteiligen sich Länderangestellte in mehreren bundesländern an Warnstreiks und Protesten. Betroffen waren unter anderem die universität Münster, Theater und Bühnen in Berlin sowie Universitätskliniken in Düsseldorf, Köln, Bonn und Essen.
Forderungen von Verdi
Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent im Monat, mindestens jedoch 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte verlangt die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütungen um 200 Euro pro Monat. Zudem fordert Verdi die unbefristete Übernahme von Nachwuchskräften nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung.











