Staatlicher einstieg bei Tennet Germany
Tim Meyerjürgens, Chef von Tennet Germany, hat die Vorteile des geplanten staatlichen Einstiegs bei Tennet hervorgehoben. „Wenn Deutschland langfristig wettbewerbsfähig sein will,geht das nur mit einer starken Energieinfrastruktur“,sagte er dem „handelsblatt“. Der Bund trage finanziell dazu bei und stärke die Bonität von Tennet Germany, was eine langfristig günstige Finanzierung am kapitalmarkt ermögliche. „Mit dem Staat als Investor können wir die Netze günstiger ausbauen“, so meyerjürgens.
Signal an internationale Investoren
Meyerjürgens betonte die Bedeutung des Staatseinstiegs als signal an internationale investoren. Ein Staat, der sich in einem seiner wichtigsten Infrastrukturprojekte engagiere, sende das Signal verlässlicher Rahmenbedingungen.Strategische Motive spielten ebenfalls eine Rolle: „Energiepolitik ist heute knallharte Sicherheits-, Industrie- und Standortpolitik.“
Früherer Anlauf und aktuelle Entwicklungen
Bereits 2024 hatte die Ampel-Bundesregierung einen Einstieg bei tennet Germany versucht, der jedoch am Kaufpreis scheiterte. Meyerjürgens erklärte, der Preis basiere auf einer fairen Marktbewertung. Am Dienstag unterzeichnete die KfW im Auftrag der Bundesregierung den Vertrag zum Erwerb eines anteils von 25,1 Prozent an Tennet Germany von der niederländischen Tennet Holding. Tennet Germany betreibt mit über 14.000 Trassenkilometern das größte deutsche Strom-Übertragungsnetz.











