Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland

Stahlproduktion (Archiv)
Gevita Tagesresidenz

Die deutsche Industrie erlebt einen tiefgreifenden Strukturwandel, jedoch ist keine Deindustrialisierung zu beobachten

Deutsche Industrie im Strukturwandel

Drei Studien des Ifo-Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann-Stiftung zeigen, dass die deutsche Industrie einen tiefgreifenden Strukturwandel durchläuft, jedoch keine Deindustrialisierung stattfindet. die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet über die Ergebnisse.

Wachstum in vielen Branchen

76 Prozent der Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes entfallen auf Branchen mit steigender Nachfrage in den letzten fünf Jahren. dazu gehören die Pharma- und Halbleiterindustrie sowie der Maschinenbau. Auch in Krisenbranchen wie der Metallerzeugung und Chemie überwiegen wachstumsstarke Segmente.

Herausforderungen in der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie, mit knapp 900.000 Beschäftigten, steht unter Druck. Die Konkurrenz verschärft die Lage, und die Ausfuhr von Autos nach China hat sich in wenigen Jahren halbiert. Die Umstellung auf wachstumsstarke Produkte ist noch nicht gelungen.

Forderungen an die Politik

Die Forscher fordern innovationsfreundliche Rahmenbedingungen anstelle der Konservierung bestehender Strukturen. Ein Modell, bei dem in Deutschland entwickelt und anderswo produziert wird, könnte angesichts der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung tragfähig sein. Oliver Falck vom Ifo-Institut sieht positive Entwicklungen und betont die Bedeutung der deutschen Industrie.


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