Ökonomische Auswirkungen der Irankrise
Deutschland steht laut der Ökonomin Isabella Weber durch die Irankrise vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Weber, die an der University of Massachusetts Amherst lehrt, äußerte sich im „Spiegel“ besorgt über mögliche Inflationsraten von vier bis fünf Prozent.
Steigende preise und Preisschock
Weber erklärte, dass bestimmte Preise, wie die für Plastik und seine Grundstoffe, bereits gestiegen seien. Sie erwartet, dass der Preisschock die gesamte Wirtschaft erfasst und die Preise schneller steigen, als sie später wieder sinken.
Politische Maßnahmen und Preisdeckel
Die Ökonomin betonte die Bedeutung schnellen politischen Handelns, etwa durch einen Preisdeckel bei Benzin. Sie warnte, dass ein Zögern den Preisschock verstärken könnte. Weber, bekannt als Miterfinderin des Gaspreisdeckels während der Energiekrise 2022/23, sieht in der Pflicht für mineralölunternehmen, Preissteigerungen zu begründen, einen positiven Schritt. Sie hält jedoch kartellrechtliche Verfahren für zu langwierig und plädiert für sofortige Maßnahmen wie Preisdeckel.
Übergewinnsteuer und Krisenprofite
Weber fordert zudem eine „Übergewinnsteuer“, um einen Teil der Krisenprofite der Konzerne abzuschöpfen. Sie betont, dass Krisenzeiten nicht die besten Zeiten für die wirtschaft sein sollten, insbesondere in Branchen der kritischen infrastruktur.



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