unrealisierbarkeit von KI-Gigafabriken in Deutschland
Führende Vertreter der deutschen IT-Branche halten die Ansiedlung einer KI-Gigafabrik in Deutschland aus Finanzierungsgründen für unrealisierbar. Dies berichtet der Fachdienst „Tagesspiegel background Digitalisierung & KI“.
Finanzierungsprobleme
Ionos-Chef Achim Weiß äußerte sich skeptisch zu den Förderplänen der EU-Kommission: „wenn es für fünf Gigafabriken nur vier Milliarden Euro gibt, ist das Projekt tot.“ Sowohl Ionos als auch die Deutsche Telekom beklagen Unsicherheiten bei der europäischen Ko-Finanzierung der geplanten großen KI-Rechenzentren.
EU-Finanzierungsstrategie
Die EU-Kommission hatte in ihrer Digitalstrategie ursprünglich 20 Milliarden euro für fünf Gigafabriken in Aussicht gestellt. Laut internen EU-Dokumenten, über die „Tagesspiegel Background“ berichtet, beläuft sich der Gesamtbetrag aus dem EU-Haushalt jedoch auf maximal vier Milliarden Euro. Den Rest müssen mitgliedstaaten und der europäische Privatsektor aufbringen. Der Betrieb soll von privaten Investoren allein finanziert werden.
Stimmen aus der Wirtschaft
Auch Telekom-chef Tim Höttges äußerte sich kürzlich bei der 23. Internationalen Kartellkonferenz in Berlin kritisch: „Unter diesen Umständen werden wir sie nicht bauen.“ Die Telekom strebt eine Bewerbung gemeinsam mit der Schwarz-Gruppe an. Höttges betonte: „Die Telekom braucht keine Gigafabrik, Deutschland und Europa brauchen sie.“



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