Investitionspläne der Selbständigen in Deutschland
Eine aktuelle Umfrage des Ifo-instituts zeigt, dass 21 Prozent der Selbständigen in Deutschland planen, in diesem Jahr ihre Investitionen zu erhöhen. Im Vergleich dazu hatten im November 2025 nur 18,2 Prozent der Befragten vor, im Jahr 2026 mehr zu investieren. Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber betont, dass für einen nachhaltigen Aufschwung verlässliche und planbare Rahmenbedingungen notwendig sind.
Investitionsverhalten und Vergleich zur Gesamtwirtschaft
Knapp die Hälfte der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen (47,1 Prozent) plant, in diesem Jahr im gleichen Umfang zu investieren wie im Vorjahr. Der Anteil derjenigen, die ihre Investitionen 2026 kürzen wollen, ist von 36,3 auf 31,9 Prozent gesunken. Dennoch bleiben die Investitionspläne der Selbständigen hinter der übrigen deutschen Wirtschaft zurück, wo 28,4 Prozent der Unternehmen ihre Investitionstätigkeit ausweiten möchten.
Geschäftsklima und Unsicherheit
Während die Investitionsbereitschaft leicht gestiegen ist, haben sich die Geschäftserwartungen der Selbständigen im März stark eingetrübt. Der „jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex“ sank von -16,5 Punkten im Februar auf -20,8 Punkte im März. Die unsicherheit unter den Soloselbständigen und Kleinstunternehmen nahm zu, wobei 36,4 Prozent Schwierigkeiten haben, ihre künftige geschäftsentwicklung einzuschätzen.
Finanzierung und kreditzugang
Eine wichtige Voraussetzung für die umsetzung geplanter Investitionen ist die Finanzierung. Der Anteil der Selbständigen,die Schwierigkeiten beim Kreditzugang meldeten,ging deutlich zurück,von 47,6 Prozent auf 34,6 Prozent. Auch in der Gesamtwirtschaft sank diese Quote von 35,2 Prozent auf 31,7 Prozent. Der anteil der Selbständigen, die Kreditverhandlungen führen, blieb mit 10,5 Prozent gering im Vergleich zur Gesamtwirtschaft mit 26,4 Prozent.



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