IEA erwartet langfristige Folgen durch Iran-Krieg

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Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, erwartet langfristige Auswirkungen des Iran-Kriegs. Die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten bezeichnete er als "sehr erfreuliche Nachricht" in der "Süddeutschen Zeitung

Fatih Birol über die Auswirkungen des Iran-Kriegs

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, erwartet, dass die Folgen des Iran-Kriegs noch lange spürbar sein werden. in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ äußerte er sich zur aktuellen Lage und den möglichen Entwicklungen.

Waffenruhe und Energieversorgung

Birol bezeichnete die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Nahen Osten als „eine sehr erfreuliche Nachricht“. er betonte die Bedeutung der Wiederaufnahme des Handels durch die Straße von Hormus, um den Druck auf die Energieversorgung, die Preise und die Weltwirtschaft zu verringern. Allerdings rechnet er nicht damit, dass sich die energiepolitischen Folgen schnell lösen lassen. Die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Anlagen und die Versorgung entfernter Märkte könnten Wochen dauern.

Prognosen für Europa

Sollte die Straße von Hormus nicht vollständig geöffnet sein, könne Europa im April noch ohne große Probleme durchkommen. Ab Mitte Mai könnten jedoch Einschränkungen, insbesondere im Flugverkehr, auftreten. Birol hofft, dass die Straße von Hormus bis Ende April wieder vollständig geöffnet ist, da eine längere Schließung die Rückkehr zum Vorkriegszustand erschweren würde.

Maßnahmen und Energiepolitik

Birol spricht sich gegen eine Deckelung des Benzinpreises aus und plädiert stattdessen für gezielte finanzielle Unterstützung der unteren Einkommensgruppen. Sollte die Energiekrise länger andauern, hält er ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen für möglich. Er kritisiert zudem den Atomausstieg in Deutschland als „historischen Fehler“, der die Verwundbarkeit des Landes erhöht habe.


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