Gesundheitsministerin gegen Rabatte bei Online-Versandapotheken

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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht sich gegen Rabatte und Boni bei Online-Versandapotheken für rezeptpflichtige Medikamente aus

Gesundheitsministerin will Rabatte bei Online-Apotheken untersagen

Bundesgesundheitsministerin nina Warken (CDU) plant, Online-Apotheken das Anbieten von Boni und Rabatten auf rezeptpflichtige Medikamente zu verbieten. Sie halte diese Praxis für falsch,erklärte Warken gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Arzneimittelversorgung darf nicht von Rabattversprechen abhängen. Und auch die Apotheken vor Ort dürfen nicht darunter leiden“, so die Ministerin.

Gleiche Bedingungen für Versandhandel und stationäre Apotheken

Warken betonte, dass die wohnortnahe und persönliche Abgabe von Arzneimitteln weiterhin für alle Patienten sichergestellt bleiben müsse.„Deswegen werde ich alles dafür tun, gleiche Bedingungen zwischen Versandhandel und stationären Apotheken zu erhalten“, sagte sie.

Hintergrund: Urteil des Bundesgerichtshofs

Zuletzt hatte ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in diesem Zusammenhang für aufmerksamkeit gesorgt. Der BGH entschied, dass eine im EU-Ausland ansässige Versandapotheke Kunden in Deutschland vor mehr als zehn Jahren Bonusprämien auf rezeptpflichtige Medikamente gewähren durfte. Für verschreibungspflichtige Medikamente ist die Preisbildung – anders als bei rezeptfreien – gesetzlich geregelt. Ziel ist es, dass diese Arzneimittel in jeder Apotheke zum gleichen Preis angeboten werden.Seit jahren ist umstritten, ob die Preisbindung auch für Versandapotheken im EU-Ausland gilt oder ob dies gegen den freien Warenverkehr in der EU verstößt.


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