Finanzierungsdefizit der Gemeinden so groß wie noch nie

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<h3>Öffentlicher Gesamthaushalt 2025</h3> Der öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland hat im Jahr 2025 um 6,0 Prozent höhere Ausgaben und um 5,2 Prozent höhere Einnahmen im Vergleich zu 2024 verzeichnet. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. <h4>Einnahmen und Ausgaben</h4> Die Einnahmen beliefen sich auf rund 2.081 Milliarden Euro, während die Ausgaben bei rund 2.208 Milliarden Euro lagen. <h4>Finanzierungsdefizit</h4> Die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung wiesen nach Abgrenzung der Finanzstatistiken ein Finanzierungsdefizit von 127,3 Milliarden Euro auf

Öffentlicher Gesamthaushalt 2025

Im Jahr 2025 verzeichnete der öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland einen Anstieg der Ausgaben um 6,0 Prozent und der Einnahmen um 5,2 Prozent im Vergleich zu 2024. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) beliefen sich die Einnahmen auf rund 2.081 Milliarden Euro, während die Ausgaben bei rund 2.208 Milliarden Euro lagen.

Finanzierungsdefizit

Die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung schlossen mit einem Finanzierungsdefizit von 127,3 Milliarden Euro ab. Dieses Defizit war um 22,9 Milliarden Euro höher als 2024 und erreichte das Niveau des Energiekrisen-Jahres 2022. Im Jahr 2025 waren alle Ebenen im Minus, wobei das Defizit der Gemeinden so groß wie nie zuvor war.

Entwicklung bei Bund, Ländern und Gemeinden

Das Defizit des Bundes vergrößerte sich um 34,5 Milliarden Euro, während das der gemeinden um 7,1 Milliarden Euro anstieg.die Länder konnten ihr Defizit um 9,5 Milliarden Euro und die Sozialversicherung um 9,2 Milliarden Euro verringern.

Einnahmen und Ausgaben im Detail

Die Einnahmen des Bundes blieben nahezu unverändert (+0,6 Prozent auf 572,6 Milliarden Euro), während die Ausgaben um 6,1 Prozent auf 658,0 Milliarden Euro stiegen, was ein defizit von 85,4 Milliarden Euro ergab. Die Einnahmen der Länder stiegen um 5,2 Prozent auf 572,1 Milliarden Euro, die Ausgaben um 3,3 Prozent auf 580,8 Milliarden Euro, was zu einem Defizit von 8,7 Milliarden Euro führte. Bei den Gemeinden ergab sich ein Defizit von 31,9 Milliarden Euro bei Einnahmen von 391,4 Milliarden Euro und Ausgaben von 423,3 Milliarden Euro.

Sozialversicherung und Bundesausgaben

Die Gesamteinnahmen der Sozialversicherung stiegen um 8,3 Prozent auf 936,1 Milliarden Euro, während die Ausgaben um 7,2 Prozent auf 937,5 Milliarden euro stiegen, was ein Defizit von 1,3 Milliarden Euro zur Folge hatte. Die Ausgaben des Bundes wurden durch eine neue Buchungspraxis für Bundeswertpapiere gedämpft, was zu einem Rückgang der Zinsausgaben um 6,0 Milliarden Euro führte.

Investitionen und Zuschüsse

Der Bund erhöhte die Zuschüsse zur Stabilisierung der Sozialversicherung, darunter ein um 6,5 Milliarden Euro höherer Zuschuss zur Rentenversicherung. Darlehen wurden an die Bundesagentur für Arbeit, die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung vergeben. Für Investitionen in die Schienenwege erhielt die Deutsche Bahn ein Darlehen von 3 Milliarden Euro und 5,3 milliarden Euro zur Erhöhung des Eigenkapitals. Die militärischen Beschaffungen stiegen um 23,4 Prozent auf 39,0 Milliarden Euro.


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