Warnung vor klinik-Sterben
Die deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutsche Landkreistag warnen vor einem weiteren Klinik-Sterben in Deutschland. Sie fordern eine Verlängerung der staatlichen Finanzhilfen.
Finanzielle Lage der Kliniken
Der DKG-Vorsitzende Gerald Gaß erklärte gegenüber der „rheinischen Post“, dass 80 Prozent der Kliniken derzeit rote Zahlen schreiben. Ein Drittel der Krankenhäuser sei von Insolvenz bedroht, wobei 16 prozent stark insolvenzgefährdet und weitere 21 Prozent gefährdet seien.
Forderung nach Verlängerung der Finanzhilfen
Gaß appelliert an Bundesgesundheitsministerin Warken, die im November auslaufenden staatlichen Ausgleichszahlungen zu verlängern. Diese Zahlungen, die seit November 2025 gewährt werden, umfassen vier Milliarden Euro.Sie dienen der Stabilisierung der finanziellen lage der Krankenhäuser.
Betroffene Träger und Reformbedarf
Achim Brötel, Präsident des Landkreistages, betonte, dass besonders Häuser mit kirchlichen und freigemeinnützigen Trägern betroffen seien. Auch kommunale Krankenhäuser stünden vor großen finanziellen Herausforderungen. Die Landkreise hätten von 2023 bis 2025 rund 25 Milliarden Euro aufgebracht, um Verluste auszugleichen.Brötel fordert eine Nachbesserung der Krankenhausreform und eine fallzahlunabhängige Vorhaltevergütung, um ein unkontrolliertes Kliniksterben im ländlichen Raum zu verhindern.











