Einleitung
BASF steht kurz vor der Eröffnung eines neuen Chemiewerks in Zhanjiang, China. Der Standort, der am kommenden Donnerstag eröffnet werden soll, ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens und hat rund 8,7 Milliarden euro gekostet.
Marktsituation und investitionsstrategie
BASF-Chef Markus Kamieth räumte ein, dass sich die Investition später als geplant lohnen wird. „Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen“, sagte Kamieth der „frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Profitabilität werde in den ersten Jahren deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen liegen.
Geopolitische Risiken
Trotz geopolitischer Risiken, wie der Gefahr eines Kriegs um Taiwan, verteidigte kamieth die Entscheidung für den Bau des neuen Werks. „Wenn wir aufhören, in China zu investieren, ziehen wir uns aus der Hälfte des Weltmarkts zurück. Dieses Szenario ist für mich deutlich risikoreicher als eine Investition in China“, erklärte er.
Auswirkungen des Irankriegs
Zu den Folgen des Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus sagte Kamieth, dass die Auswirkungen für BASF derzeit noch überschaubar seien.Die Straße von Hormus stelle aktuell keinen unmittelbaren Engpass für Rohstoffe oder den weltweiten Produktvertrieb dar.
Langfristige Investitionspläne
Kamieth betonte, dass BASF langfristig weiterhin am meisten in das Stammwerk in Ludwigshafen investieren werde. Der neue Standort in China sei nicht dazu gedacht, stillgelegte Anlagen in Ludwigshafen zu ersetzen. „Wir verlagern nichts nach China“,sagte Kamieth.











