Steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland sind im Jahr 2024 um 3,8 Prozent auf 137,1 Milliarden Euro gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag der Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 3,17 Prozent, dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe 1995. Damit übertraf Deutschland erneut das Ziel der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“, mindestens 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung aufzuwenden. Das nationale Ziel von 3,5 Prozent bis 2025 wurde jedoch noch nicht erreicht.
Verteilung der Ausgaben
Die Wirtschaft verzeichnete einen Ausgabenzuwachs von 2,3 Prozent auf 92,5 Milliarden Euro, was mehr als zwei Drittel der Gesamtausgaben ausmacht. Die Ausgaben der Hochschulen stiegen um 4,7 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Außeruniversitäre Einrichtungen wendeten 20,4 Milliarden Euro auf, eine Zunahme von 10,1 Prozent. Ein Großteil der Ausgaben dieser Einrichtungen entfiel auf Naturwissenschaften und mathematik, mit einem Anstieg von 22,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.
Forschungsschwerpunkte und Personalentwicklung
Physik und Astronomie verzeichneten Ausgaben von 4,4 Milliarden Euro, ein Plus von 46,2 Prozent, bedingt durch Investitionen in eine Großforschungseinrichtung. Einrichtungen wie die Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft gaben 14,5 Milliarden Euro aus, ein Zuwachs von 4,6 Prozent. Die übrigen außeruniversitären Einrichtungen investierten 6,0 Milliarden Euro, ein Anstieg von 26,0 Prozent. Die Personalsituation verbesserte sich ebenfalls, mit einem Anstieg der Vollzeitäquivalente um 2,1 Prozent auf 67.200 Personen. Der Frauenanteil im wissenschaftlichen Personal stieg auf 36,7 Prozent, während er insgesamt bei 42,2 Prozent lag.











