Anstieg der Pflegekräfte in Krankenhäusern
Die Zahl der Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern ist 2024 auf rund 409.000 Vollzeitäquivalente gestiegen. Dies geht aus dem Fachkräftemonitoring der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, über das das Nachrichtenportal „politico“ berichtet.
Attraktivität des Gesundheitssektors
Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, betonte das hohe Interesse an der Arbeit im Krankenhauswesen. Sie erklärte, dass eine bedarfsgerechte Personalbemessung als wichtig anerkannt werde, jedoch oft als zu starr und bürokratisch wahrgenommen werde.
Belastung der Krankenkassen
Die steigenden Pflegepersonalkosten belasten die gesetzlichen Krankenkassen zunehmend. Laut Bundesgesundheitsministerium stiegen die Pflegepersonalkosten 2025 um rund zwölf Prozent, während die Kosten für Krankenhausbehandlungen insgesamt um 9,6 Prozent zunahmen.
Kritik der Krankenkassen
Johannes Wolff, Abteilungsleiter Krankenhäuser beim GKV-Spitzenverband, kritisierte die Entwicklung scharf. Er sprach von einer gefährlichen Entkoppelung von ökonomischer Realität und politischer Rhetorik. Die Gesundheitsausgaben stiegen ungebremst, wobei das Pflegepersonal als zentraler Kostentreiber genannt wurde.
Reaktion des Pflegerats
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, wies die kritik zurück. Sie erklärte, dass der Personalaufbau kein Zeichen für Entwarnung sei, sondern einen lange ignorierten Mangel behebe. In den frühen 2000er jahren seien über 50.000 Stellen abgebaut worden, was nun korrigiert werde.











