Die Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt den Vorschlag der SPD zum sogenannten Deutschlandkorb. „Der Vorstoß zum ‚Deutschlandkorb‘ freut uns grundsätzlich“, sagte Lisa Völkel, Lebensmittel-Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem Magazin „spiegel“. Es sei positiv, dass eine Maßnahme vorgeschlagen werde, um die Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken. In den vergangenen fünf Jahren sei in diesem Bereich wenig umgesetzt worden. Wenn der Deutschlandkorb in einer Form wie in Griechenland realisiert werden könnte, wäre dies ihrer Ansicht nach für Verbraucher hilfreich.
kritik an Unschärfen und choice Vorschläge
Völkel bezeichnete den Vorschlag der SPD als sehr vage. Pragmatischer wäre es aus ihrer Sicht, die Mehrwertsteuer auf obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen. Derzeit liegt sie bei sieben Prozent. Dadurch könnten Verbraucher Geld sparen, zudem würde eine solche Maßnahme nach ihren Worten eine gesunde Ernährung fördern.
Konzept des Deutschlandkorbs
Der Vorschlag zum Deutschlandkorb stammt von SPD-Fraktionsvize Esra Limbacher. Nach dem Vorbild Griechenlands könnten Handelsketten freiwillig günstige und preisstabile Grundnahrungsmittel anbieten, schreibt Limbacher bei Instagram. Diese sollten in Deutschland produziert sein und im Supermarktregal leicht erkennbar ausgewiesen werden.
bewertung durch Ernährungssoziologin
Die Ernährungssoziologin Pamela Kerschke-Risch von der Universität Hamburg sieht in dem SPD-Vorstoß ein gutes Signal. Wichtig wäre aus ihrer sicht, dass für den Deutschlandkorb auch gesunde Produkte ausgewählt würden. Sie nannte in diesem Zusammenhang Gemüse und frische Kräuter. Produkte wie billiges Schweinefleisch oder billiger Aufschnitt sollten nach ihrer Darstellung nicht im Vordergrund stehen.
Vorschläge zur Ausgestaltung
Einfache Rezepte als Ergänzung
Kerschke-Risch hält es für sinnvoll, den Deutschlandkorb mit einfachen Kochrezepten zu verbinden. So würden nicht nur die Produkte günstig angeboten, sondern auch die Schwelle gesenkt, diese im Alltag zu nutzen. Das könnte nach ihrer Einschätzung ein verbindendes Element schaffen, sodass nicht nur Menschen mit wenig Geld auf den Deutschlandkorb zurückgreifen.
Image des Deutschlandkorbs
Nach den Worten der Ernährungssoziologin wäre es wichtig, dass der Deutschlandkorb kein reines Angebot für einkommensschwache haushalte ist. Wenn er breiter akzeptiert würde, könnte der Korb ihrer Darstellung zufolge ein attraktives Angebot werden.











