Ausweitung der Proteste im Iran
Die seit mehreren Tagen anhaltenden Proteste im Iran gegen die hohe Inflation und die angespannte Wirtschaftslage haben sich weiter ausgeweitet. Auslöser der Unruhen ist ein starker kursverfall der iranischen Währung.
Todesfall bei Auseinandersetzungen
Wie staatliche Medien am Donnerstag berichteten, wurde ein Mitglied der iranischen Sicherheitskräfte während des vierten Tages der Proteste getötet. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Stadt Kouhdasht in der westlichen Provinz Lorestan. Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen Sicherheitskräfte am selben Tag auf Demonstranten geschossen haben.
Unruhen in mehreren Provinzen
Zu Zusammenstößen kam es zuletzt in Teheran sowie in der südlichen Provinz Fars und in den westlichen Provinzen Hamedan und Lorestan. Die Behörden in der Hauptstadt Teheran hatten den mittwoch zum Feiertag erklärt,um die Unruhen einzudämmen.Die Proteste hatten dort am Sonntag begonnen.
Hintergrund: Wirtschaftliche Lage und Sanktionen
Die iranische Wirtschaft steht seit längerem wegen westlicher Sanktionen unter erheblichem Druck. die Proteste hatten in Teheran unter Ladenbesitzern begonnen, die über den Wertverlust der iranischen Währung gegenüber dem US-Dollar verärgert waren. Inzwischen haben sie sich auf mehrere Städte ausgeweitet. Die iranische Justiz hat ein „entschiedenes“ Vorgehen gegen jeglichen Aufruhr angekündigt.











