Karl Lauterbach empfiehlt Fleischverzehr bei Alzheimer-Risiko
Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich für den fleischverzehr bei Personen mit hohem Alzheimer-Risiko ausgesprochen. Obwohl er selbst nur Gemüse und Fisch isst, betont lauterbach die Bedeutung von Fleisch für Menschen mit genetischer Vorbelastung für Demenz.
Studie der Karolinska Universität
Lauterbach bezieht sich auf eine studie der schwedischen Karolinska Universität, die einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und dem Schutz vor Demenz aufzeigt. Laut der Studie könne das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung durch fleischliche Ernährung um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Dies gelte jedoch nur für Menschen mit einer genetischen Vorbelastung, wie dem „Alzheimer-Gen“ ApoE43, das durch einen Gentest festgestellt werden kann.
Gesundheitspolitische Brisanz
Für Lauterbach, der sich seit Jahren für eine fleischfreie Ernährung einsetzt, sind die Ergebnisse der Studie gesundheitspolitisch brisant. Er betont, dass Forschungsergebnisse nicht verschwiegen werden dürften, auch wenn sie den eigenen Überzeugungen widersprechen. Bisher galt Fleisch als Risikofaktor für zahlreiche Gesundheitsgefahren, doch im Bereich der Demenzprävention müsse man umdenken.
Warnung vor übermäßigem Fleischkonsum
Lauterbach warnt jedoch davor, dass nicht alle Deutschen nun massenhaft Fleisch konsumieren sollten. Nur etwa 25 Prozent der Bevölkerung hätten das genetische Risiko, das einen erhöhten Fleischverzehr rechtfertigen würde. „Das wäre Wahnsinn“, so Lauterbach, „denn ich kann nicht 100 Prozent zum Fleischessen animieren.“



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