Vorbereitungen auf Castortransporte von Jülich nach Ahaus
Die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP NRW) bereitet sich auf die bevorstehenden Castortransporte von Jülich nach Ahaus vor. Laut Landeschef Patrick Schlüter ist der Starttermin für den ersten Transport nicht mehr weit entfernt.Ein umfassendes Strahlenschutz- und Arbeitssicherheitskonzept liegt im Polizeipräsidium Münster vor und übertrifft die gesetzlichen Anforderungen. Schlüter betonte, dass die GdP NRW mit diesen Regelungen zufrieden sei, obwohl sie den Einsatz weiterhin als unnötig betrachten.
Stellungnahme des Innenministers
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich ebenfalls zu den Castortransporten. Er erklärte, dass er persönlich auf die Transporte verzichten könnte, die Polizei jedoch keine Wahl bei ihren Einsätzen habe. Der Schutz der Castortransporte stelle eine große Herausforderung dar, doch die Polizei verfüge über die notwendige Erfahrung und das Potenzial, um diese Einsätze sicher durchzuführen. Auch Demonstrationen, die im Zusammenhang mit den Transporten erwartet werden, würden geschützt.
Herausforderungen und Einsatzkräfte
GdP-Landeschef Schlüter bezeichnete die mögliche Gegenwehr als „Black Box“.Er warnte vor einem „Super-Gau“, falls es Gegnern gelänge, den Transport zu stoppen. Die Polizei beobachte die Situation genau, insbesondere in Bezug auf die Radikalität der Aktivisten. Schlüter erklärte, dass die GdP mit einem Einsatz von 3.500 bis 4.500 Kräften rechnet. Zum Vergleich: Bei Fußball-Derbys sind üblicherweise 2.500 bis 3.000 Beamte im Einsatz.











