Interesse des BND am Privatleben Adenauers
Ein Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND) vom 8. Februar 1961 zeigt, dass der Geheimdienst das Liebesleben des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer beobachtete. Der „Spiegel“ berichtet über den 13-seitigen vermerk, in dem ein BND-Mitarbeiter aus Bonn festhält, dass Adenauer eine beziehung zu einer deutlich jüngeren Ärztin gehabt haben soll.
Details des BND-Berichts
Laut dem bericht soll die Ärztin, die fast 50 Jahre jünger als Adenauer war, ein kind von ihm bekommen haben. Sie heiratete vor der Geburt, und ihr Ehemann focht die Vaterschaft nicht an. Die medizinerin war die Tochter von Adenauers Nachbarn und begleitete ihn 1954 offiziell als Ärztin auf einer Reise nach Griechenland und in die Türkei. Bereits damals gab es Gerüchte über eine Beziehung zwischen dem zweifachen Witwer und der jungen Frau.
Hintergrund der Ermittlungen
Der BND-Mitarbeiter berief sich auf Informationen eines Leibwächters Adenauers.Die Befragung erfolgte, weil eine Sekretärin im Kanzleramt mit einem DDR-agenten liiert war. Der BND wollte herausfinden, welche sensiblen Informationen die Sekretärin möglicherweise nach Ost-Berlin weitergegeben haben könnte.
Reaktionen auf die BND-Behauptungen
Die Tochter der Ärztin hält die Behauptungen des BND für unzutreffend. Sie erklärte dem „Spiegel“, dass Adenauer nicht ihr Vater sei. Ihre Mutter habe rund 200 Briefe von Adenauer hinterlassen, deren Veröffentlichung geplant sei. Diese Briefe zeigten keinen Hinweis auf eine Liebesbeziehung, sondern seien Ausdruck von Adenauers Frustrationen.











