SPD-Politikerin Scheer kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche
Die energiepolitische Sprecherin der SPD, Nina Scheer, hat die Kritik der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an der deutschen Energiewende zurückgewiesen. Reiche hatte in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) ein Ende der deutschen “selbsttäuschung“ gefordert.
Vorwürfe gegen Reiche
Scheer wirft reiche vor, die deutschen Klimaziele ins Lächerliche zu ziehen. sie kritisiert, dass Reiche verschweige, dass ein Drittel der Stromkosten in Deutschland aus Netzentgelten bestehe. Derzeit werde in der Koalition nach Wegen gesucht,die Kosten des Netzaus- und -umbaus aus den Netzentgelten herauszunehmen. Scheer hebt hervor, dass im vergangenen Jahr Zuschüsse zu Netzentgelten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro sowie Stromsteuerbefreiungen für die Industrie beschlossen wurden.
Fehlende Maßnahmen
Scheer bemängelt, dass Reiche bislang keine finalen Maßnahmen für einen Industriestrompreis vorgelegt habe, obwohl dies bereits vor Monaten im Koalitionsausschuss beschlossen worden sei.Sie betont, dass Ziele nicht als selbstwirksam missverstanden werden sollten, sondern einer umsetzenden Gesetzgebung bedürfen.
kritik an fehlenden Gesetzesvorlagen
Scheer kritisiert, dass Reiche keine Gesetzesvorlagen für eine effizientere Nutzung der Netze vorgelegt habe. auch die angekündigte Kraftwerkssicherung und der dazugehörige Gesetzentwurf seien bislang nicht erfolgt. zudem prangert Scheer an, dass Reiche die Förderung für Ökostrom senken wolle, indem grüner Strom nur vergütet werde, wenn er genutzt werden könne.
Auswirkungen auf Erneuerbare Energien
Scheer warnt,dass ohne Entschädigungszahlungen für nicht nutzbaren Strom ein beträchtlicher Teil der erneuerbaren Stromgewinnung nicht entstehen würde. dies würde milliardenschwere Investitionen und die Möglichkeit sinkender Strompreise gefährden. jede gesetzliche Beschränkung der Erneuerbaren wirke sich negativ auf günstige Strompreise aus und blockiere notwendige Weichenstellungen.



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