Hüther fordert klare Ansagen von Merz
Ökonom Michael Hüther hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung zu klaren Ansagen aufgerufen. Hüther betonte, dass unfaire Handelspraktiken Gegenmaßnahmen provozieren könnten und dies den chinesischen Gesprächspartnern deutlich gemacht werden müsse.
Gespräche in Peking
Merz trifft am Mittwoch zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang und wird anschließend von Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen. Hüther äußerte, Merz könne in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe führen. Beide Länder, Deutschland und China, hätten von der Globalisierung profitiert und stünden nun vor strukturellen Herausforderungen, die gemeinsam besser bewältigt werden könnten.
Herausforderungen und Chancen
Auf chinesischer Seite nannte Hüther die Alterung der Gesellschaft,Kapitalfehlallokation,Probleme im Immobiliensektor und eine Überproduktionskrise bei E-Autos als Herausforderungen. Er trat Befürchtungen entgegen, China könnte Europa technologisch abhängen. Hüther betonte, dass kein Land bei allen Produkten komparative Vorteile haben könne. Wichtig sei,die Forschungsintensität in Europa zu steigern und aus universitären Erkenntnissen mehr Wertschöpfung zu generieren. Deutschland und Europa könnten zudem von einer bedrohten Wissenschaftsfreiheit in den USA profitieren.











