Vorwürfe gegen Generalstaatsanwaltschaft und Landesregierung
Der frühere CSU-Landtagsabgeordnete Alfred sauter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Generalstaatsanwaltschaft und die bayerische Landesregierung. Sauter,der im Zuge der „Masken-Affäre“ von den Vorwürfen der Bestechlichkeit und der Bestechung von Abgeordneten entlastet wurde,kritisiert das Vorgehen der Ermittlungsbehörden. „Es wurde festgestellt,dass es nicht einmal einen Anfangsverdacht gab,der Ermittlungen gerechtfertigt hätte“,sagte Sauter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).Dennoch sei die Generalstaatsanwaltschaft mit über 50 Personen und Medien in seine Kanzlei und an fünf weitere Orte eingedrungen.
Kritik an CSU-Parteikollegen
Sauter äußerte auch Kritik an Parteikollegen, insbesondere an CSU-Vorsitzendem Markus Söder. Er habe nicht erwartet, dass Söder ihn fallenlassen würde, nachdem dieser ihm zuvor für seine Unterstützung bei der Beschaffung von Masken gedankt habe. Sauter verglich die Situation mit dem früheren Parteivorsitzenden Franz Josef Strauß, der seiner Meinung nach anders gehandelt hätte.
Fragen zur Maskenbeschaffung
Sauter stellte zudem die frage, warum der Freistaat Bayern die Masken nicht selbst beschafft habe, da er in China mehrere Verbindungsbüros unterhalte. Während der Pandemie hatte Sauter der Staatsregierung angeboten, Masken aus China zu besorgen. Über eine Gesellschaft seiner Kinder erhielt er 1,243 Millionen Euro an Vermittlungsprovision, die er nach eigenen Angaben gespendet hat, bevor sein Fall öffentlich wurde. Trotz der Entlastung durch die Gerichte wurde Sauter aus der Landtagsfraktion gedrängt, wobei auch moralische gründe angeführt wurden.



Schreibe einen Kommentar