Ricarda Lang offen für social-Media-Verbot für Kinder
Grünen-Politikerin Ricarda Lang zeigt sich offen für ein Verbot von Social Media für Kinder unter 14 Jahren. Damit rückt sie von ihrer bisherigen Ablehnung solcher Maßnahmen ab. Ursprünglich hatte sie entsprechende Vorschläge abgelehnt, da ihr die Förderung von Medienkompetenz und eine bessere Rechtsdurchsetzung im Netz wichtiger erschienen.
Veränderte Sichtweise
In einem Interview mit dem „Spiegel“ erklärte Lang, dass sie mittlerweile Zweifel habe, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen. Sie äußerte Bedenken, ob man schnell genug auf die Herausforderungen reagieren könne, und zeigte sich offen für ein Verbot in dieser Altersgruppe.
Kritik an der Regulierung sozialer medien
lang kritisierte die aktuelle Debatte über Verbote als armutszeugnis, da es nicht gelungen sei, soziale Medien sinnvoll zu regulieren.Sie betonte, dass soziale Medien oft darauf ausgerichtet seien, Nutzer nervöser und gespaltener zu machen. Lang forderte, die Europäische Union solle Tech-Konzerne stärker in die Verantwortung nehmen, um Algorithmen zu ändern, die tatsächliches Interesse statt niedere Instinkte belohnen.
Fokus auf Tech-Konzerne
Die Grünen-Politikerin betonte, dass die Debatte zu sehr auf den einzelnen Konsumenten fokussiert sei. Sie forderte, die Verantwortung der Tech-Giganten stärker in den Mittelpunkt zu rücken, um deren algorithmen zu ändern.
Eigene Erfahrungen mit Hass im Netz
Lang berichtete von eigenen Erfahrungen mit Hasskommentaren im Netz, die oft von älteren Menschen ohne Medienkompetenz stammen. Sie kritisierte, dass die Debatte häufig nur den Schutz junger Menschen thematisiere, obwohl problematische Inhalte oft von älteren Nutzern erstellt würden.











