Bundeskanzler Merz begrüßt Reformvorschläge
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Vorschläge der Kommission zur Reform des Sozialstaats positiv aufgenommen. Auf dem Wirtschaftsgipfel der „Welt“ in Berlin erklärte Merz, die Vorschläge überträfen seine Erwartungen, da sie eine grundlegende strukturreform der sozialen Sicherungssysteme darstellten.
Strukturreform der sozialen Sicherungssysteme
Merz erläuterte, dass die Aufgaben künftig auf zwei zentrale Akteure verlagert werden sollen. Die Jobcenter sollen für erwerbsfähige Personen zuständig sein, während die Sozialämter die Verantwortung für erwerbsunfähige Personen übernehmen. Diese Leistungen sollen gebündelt,digitalisiert und neu geordnet werden. Merz betonte, dass diese Strukturreform das Leistungsniveau nicht infrage stelle. Die Bundesregierung werde sich mit den Ergebnissen der weiteren Reformkommission befassen, die ihre Arbeit im ersten Halbjahr 2026 abschließen soll.
Kritik und Zustimmung von Jusos-Chef Türmer
Jusos-chef Philipp Türmer äußerte sich kritisch zu möglichen Kürzungen im sozialen Bereich. In der „Rheinischen Post“ betonte er, dass das soziale Schutzniveau nicht sinken dürfe, insbesondere bei Veränderungen der Transferentzugsraten.Türmer bezeichnete die Vorschläge jedoch insgesamt als sinnvoll, da sie zu weniger Bürokratie und einer spürbaren Entlastung führen könnten.
Empfehlungen der Reformkommission
Der Bericht der Kommission zur Reform des Sozialstaats umfasst 26 Empfehlungen auf 50 seiten. Vertreter von Bundesregierung,Bundesländern und kommunalen Spitzenverbänden schlagen darin vor,die Beantragung und Bewilligung von Sozialleistungen effizienter,einfacher und digitaler zu gestalten.











