Grüne kritisieren Graubereiche bei Cannabis-Beschaffung
Zwei Jahre nach der Freigabe von Cannabis für Volljährige haben die Grünen auf Graubereiche bei der Beschaffung von medizinischem Cannabis hingewiesen und einen leichteren Zugang für den normalen Konsum gefordert. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, äußerte sich dazu im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Graubereiche und Systemlücken
Dahmen betonte, dass dort, wo der illegale Markt zurückgedrängt werde, neue graubereiche entstünden, insbesondere über Medizinalcannabis und den apothekenhandel. Er sprach von einer „Lücke im system“ und forderte politisches Nachsteuern. Ziel sei es, legale Zugänge zu schaffen, die den Schwarzmarkt ersetzen, ohne neue graumärkte zu erzeugen. zudem müsse der Gesundheitsschutz, besonders für junge Menschen, konsequent verfolgt werden.
Legalisierung und ihre Auswirkungen
Dahmen bezeichnete die Legalisierung als Bruch mit der Illusion, Cannabis einfach verbieten zu können, um Probleme zu lösen.Der am Mittwoch veröffentlichte zweite wissenschaftliche Zwischenbericht zu den Auswirkungen der Legalisierung bestätige, dass dieser Bruch richtig war. Der Schwarzmarkt werde zurückgedrängt, ohne dass der Konsum explodiere. Bei jungen Menschen gehe der Konsum erfreulicherweise sogar weiter zurück, so der Gesundheitsexperte.



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