Grünen-Fraktionsvize kritisiert Rentenpläne von Bundeskanzler Merz
Andreas Audretsch, Fraktionsvize der Grünen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, die gesetzliche Rente schwächen zu wollen. Er äußerte sich besorgt über die Auswirkungen auf die Altersabsicherung von Frauen, sollte das Rentenniveau infrage gestellt werden. „Das darf nicht passieren. Wenn das Rentenniveau sinkt,heißt das Altersarmut in Deutschland. Das kann keine Lösung sein“, sagte Audretsch den Sendern RTL und ntv.
Pläne zur Altersvorsorge
merz hatte bei einer Veranstaltung angekündigt, dass private und betriebliche Altersvorsorge künftig eine größere Rolle spielen sollten, beide kapitalgedeckt. Audretsch betonte, die gesetzliche Rentenversicherung werde der Kern bleiben, forderte jedoch grundlegende Reformen. Er kritisierte,dass Abgeordnete nicht in die Rentenversicherung einzahlen und forderte mehr Gerechtigkeit.
Vorschläge der Grünen
Die Grünen schlagen für die private Altersvorsorge einen öffentlichen Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild vor. Dieser solle geringe Abschlussgebühren und gute Renditen bieten. Audretsch betonte, dass die Riesterrente in der Bevölkerung kein Vertrauen mehr genieße und ein neuer Ansatz notwendig sei. „Ein öffentlicher Fonds,geringe Abschlussgebühren,eine Verlässlichkeit,ein staatliches Produkt,was dann gute Renditen bringt – das kann man einführen“,so audretsch. Bislang habe die Union zur Reform der kapitalgedeckten Altersvorsorge „keinen substanziellen Vorschlag“ gemacht.











