Einleitung
Eine Expertenkommission zur Gesetzlichen krankenversicherung wird am Montag ihren Bericht und Reformvorschläge präsentieren. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor Einsparungen, die langfristig höhere Kosten verursachen könnten.
Hauptteil
DRK-Präsident Hermann Gröhe betonte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“, dass das DRK sich aktiv an der Diskussion über Veränderungen im Gesundheitswesen beteiligen werde. „Wir warnen vor maßnahmen, die kurzfristig zu Einsparungen, längerfristig aber zu Mehrausgaben führen“, sagte Gröhe. Er hob hervor, dass mehr Prävention notwendig sei, um Erkrankungen zu vermeiden.
Gröhe warnte davor, die Pflege zu Hause zu schwächen, da dies zu einer höheren Anzahl von Menschen führen könnte, die auf eine frühere, dauerhafte Pflege in Einrichtungen angewiesen sind. „Unser Sozialstaat steht vor wachsenden Herausforderungen“, erklärte Gröhe.Diese Herausforderungen umfassen die steigende Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen,zunehmende Einsamkeit und die Integration Zugewanderter.
Hintergrund
In Zeiten anhaltender Wirtschaftsschwäche seien die finanziellen Mittel begrenzt, so Gröhe. Daher müsse der Sozialstaat zielgerichteter und wirtschaftlicher werden, unter anderem durch Bürokratieabbau und Digitalisierung. Gröhe begrüßte, dass die Sozialstaatskommission Forderungen der Wohlfahrtsverbände berücksichtigt habe.im gespräch mit dem Bundeskanzler hätten die Wohlfahrtsverbände deutlich gemacht, dass sie angemessen an den Beratungen über eine umfassende Reform des Sozialstaates beteiligt werden müssten. Gröhe betonte, dass die übliche Anhörung im Kabinettsverfahren oder im Bundestag bei grundlegenden Veränderungen nicht ausreiche.



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