Bundesregierung prüft Garantien für LNG-Importe aus Argentinien

Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv)
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Die Bundesregierung prüft staatliche Garantien zur Unterstützung von Flüssigerdgas-Importen aus Argentinien

Bundesregierung prüft Unterstützung für LNG-Importe aus Argentinien

Die Bundesregierung erwägt, Flüssigerdgas-Importe (LNG) aus Argentinien mit staatlichen Garantien zu unterstützen. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) bestätigte eine entsprechende Voranfrage, die sich auf ein LNG-projekt in der Provinz Rio Negro bezieht. Diese Facts geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linkenpolitikerin Tamara Mazzi hervor, wie der „Spiegel“ berichtet.

Garantien für Ungebundene Finanzkredite

Bei der angefragten Absicherung handelt es sich um Garantien für „Ungebundene Finanzkredite“ (UFK), die vor allem für Rohstoffvorhaben im Ausland vorgesehen sind. Diese Garantien können Kredite gegen wirtschaftliche und politische ausfallrisiken absichern. Im Schadensfall würde der deutsche Staat für den größten Teil der Verluste bürgen.

Gaspartnerschaft mit argentinien

Die Anfrage steht vermutlich im Zusammenhang mit einer neuen Gaspartnerschaft zwischen dem bundeseigenen Gasunternehmen Sefe und dem argentinischen Unternehmen Southern Energy.Beide Unternehmen hatten im Dezember 2025 eine Liefervereinbarung bekannt gegeben. Ab Ende 2027 will Sefe bis zu zwei Millionen Tonnen LNG pro Jahr aus Südamerika einkaufen, was etwa einem Drittel der derzeitigen deutschen Flüssigerdgasimporte entspricht.

Herkunft des Erdgases

Das Erdgas für dieses Projekt soll in der patagonischen Förderstätte Vaca Muerta gewonnen und über zwei schwimmende Terminals im Golfo San Matias verschifft werden. Eine staatliche Absicherung könnte für das Projekt entscheidend sein,da Argentinien als wirtschaftlich instabil gilt. Sefe teilte dem „Spiegel“ mit, dass das Unternehmen selbst keinen Antrag gestellt habe. Der Antrag muss vom jeweiligen Kreditgeber gestellt werden.

umstrittene Bürgschaften

Ob der Staat für Investitionen in Gasprojekte bürgen sollte, ist umstritten. Unter Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck hatte die damalige Bundesregierung 2023 eine „Klimaprüfung“ für solche Garantien beschlossen. Diese soll sicherstellen,dass geförderte Projekte am 1,5-Grad-klimaziel ausgerichtet sind. Die aktuelle Regierung plant eine „flexibilisierung“ dieser Leitlinien. Diese Prüfung laufe derzeit, sagte eine Sprecherin des BMWK.


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