Bundesdatenschutzbeauftragte gegen pauschales Social-Media-Verbot
Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider hat sich gegen ein pauschales Social-Media-verbot für Jugendliche ausgesprochen. Ein solches Verbot würde laut einem Sprecher ihrer Behörde alle Plattformen gleich behandeln und auch kleinere Netzwerke oder speziell für junge Nutzer konzipierte Angebote mit unverhältnismäßigen Hürden belegen.
Fachpolitische entscheidung
Die frage eines altersbedingten Nutzungsverbots sei eine „fachpolitische Entscheidung“,die verschiedene Bereiche wie Kinder- und Jugendschutz,Medien- und Digitalpolitik betreffe. Datenschutzrechtlich stehe weniger die Altersgrenze im Fokus als vielmehr die Art und Weise ihrer Durchsetzung. Entscheidend sei,dass Altersverifikationssysteme die Grundsätze der Datenminimierung sowie der Verhältnismäßigkeit wahren.
Technische Lösungen
Als technische Option verweist die Behörde auf sogenannte Zero-Knowledge-Lösungen. Diese werden bei der EUDI-Wallet, einer von der EU geplanten digitalen Brieftasche, diskutiert. Dabei wird nicht das Geburtsdatum oder alle Ausweisdaten übermittelt,sondern lediglich bestätigt,dass ein bestimmtes Alter erreicht wurde.











