Bundesregierung plant zentrale Verwaltungs-App
die Bundesregierung plant, eine zentrale Verwaltungs-App von SAP und der Deutschen Telekom entwickeln zu lassen. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein internes Projektdokument. Die Anwendung, auch als „Bürger-App“ oder „deutschland-App“ bezeichnet, soll als zentrales Serviceportal staatliche Leistungen bündeln.
Funktionen der App
Nutzer sollen über die App Anträge stellen, termine buchen und Verwaltungsdienstleistungen abrufen können. Geplant ist ein „Bürgerbüro als App“. Die Anwendung bleibt technisch von der europäischen digitalen Brieftasche, dem EUDI-Wallet, getrennt. Während das Wallet Identitäten und offizielle Nachweise verwaltet,dient die „Bürger-App“ als Zugang zu staatlichen Leistungen. Beide Systeme sollen eng verzahnt werden.
Erste Anwendungen und Testphase
Zu den ersten Anwendungen sollen Kindergeld, Wohnsitzanmeldungen und Unternehmensgründungen gehören. „Lernende KI-Agenten“ sollen Nutzer durch Anträge führen und Prozesse automatisieren. Die Plattform soll zunächst in mehreren Städten sowie bei der Bundesagentur für Arbeit getestet werden.
Entwicklungsfortschritte
Nach Informationen aus dem Projektumfeld arbeitet die Telekom bereits an einer ersten Version. Ein Prototyp soll noch im April vorliegen, gefolgt von Tests. SAP liefert die zentrale Plattformtechnologie und KI-Funktionen, während die Telekom-Tochter T-Systems Infrastruktur und Datenspeicherung übernimmt. Das Digitalministerium bestätigte die Pläne zur Entwicklung eines Prototyps für eine KI-basierte Verwaltungsplattform in Zusammenarbeit mit T-Systems und SAP.


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