Zurückhaltende bewertung der Rolle von Reza Pahlavi
In der Bundesregierung und unter Außenpolitikern von Union und SPD wird die mögliche Rolle von Reza Pahlavi nach einem Ende der Mullah-Herrschaft im Iran zurückhaltend bewertet.
Stellungnahmen aus der Politik
Das Auswärtige Amt erklärte, dass es Sache der iranischen Bevölkerung sei, über ihre Regierung zu entscheiden. Reza Pahlavi hatte seine Bereitschaft erklärt, eine Übergangsregierung zu leiten. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, betonte, dass die neue Regierung in teheran nicht durch Treffen im Ausland geschaffen werden sollte. Er unterstützte die ansicht des US-Präsidenten, dass das iranische Volk über seine Zukunft entscheiden müsse.
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, wies darauf hin, dass sich viele Exil-Iraner hinter Pahlavi stellen. Die iranische Opposition sei jedoch plural und vielfältig aufgestellt.
Unterstützung und Kritik
Der frühere FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai forderte die Bundesregierung auf, Pahlavi als Gesicht der iranischen Freiheitsbewegung anzuerkennen. Er sieht in ihm die Fähigkeit,den Übergang zur Demokratie zu organisieren.
Hintergrund zu Reza Pahlavi
Reza Pahlavi, der älteste Sohn des früheren Schahs, lebt seit dem Sturz seines Vaters 1979 im Ausland, vornehmlich im US-Exil. Er beansprucht eine Führungsrolle in der iranischen Opposition und war kürzlich Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz.











