Menschenrechtsaktivistin Tekkal fordert Unterstützung für iranische Protestbewegung
Die Menschenrechtsaktivistin und Publizistin Düzen Tekkal erwartet von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die iranische bevölkerung in ihrem Freiheitskampf zu unterstützen. „Dass er angesichts der landesweiten proteste jetzt einfach nichts sagt, das geht nicht“, sagte Tekkal den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Erinnerung an Patenschaft für Jamshid Sharmahd
Engagement von Friedrich Merz im Jahr 2023
Tekkal erinnerte an die Patenschaft, die Merz noch als Oppositionsführer im Januar 2023 für den damals im Iran inhaftierten und inzwischen hingerichteten Deutschen Jamshid Sharmahd übernommen hatte. Merz hatte nach ihren Angaben damals erklärt,er wolle damit ein Zeichen setzen „für alle Männer und Frauen,die im Iran für ein freies,selbstbestimmtes Leben kämpfen“.
Nach den damaligen Äußerungen von Merz stehe die Firma Siemens, für die Sharmahd gearbeitet hatte, in der „Verpflichtung, Konsequenzen aus einem solchen Unrecht zu ziehen“.
Kritik an Siemens und an der Bundesregierung
Tekkal sagte, sie sei enttäuscht vom Bundeskanzler.„Ich habe ihn besucht, habe die Tochter von Jamshid Sharmahd mitgenommen. Damals hat er auch Siemens kritisiert und jetzt schweigt er.“ Deutschland sei immer noch der beste Handelspartner der Mullahs innerhalb der Europäischen Union. Der Handel mit Deutschland fache die ökologischen und ökonomischen Probleme des Landes weiter an.
Protestwelle im Iran
Der Iran wird derzeit von einer breiten Protestwelle gegen das Regime erschüttert. Landesweit gehen Menschen auf die Straße. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gab es bislang 2.000 Festnahmen und Dutzende Tote.










