US-Intervention in Venezuela stößt auf Kritik von Experten
Die US-Intervention in Venezuela ist nach Einschätzung mehrerer renommierter Experten völkerrechtlich problematisch und könnte weitreichende Folgen für die internationale Politik haben. Dies geht aus Stellungnahmen hervor, die unter anderem der Princeton-Historiker Herold James, die ehemalige Nato-Botschafterin der USA, julianne Smith, und der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff gegenüber dem „Handelsblatt“ abgegeben haben.
Bewertung durch historiker Herold James
Herold James von der Universität Princeton bezeichnete die US-Intervention in Venezuela als „glasklar völkerrechtswidrig“. Er warnte vor „dramatischen Konsequenzen für die Weltpolitik“.
Signalwirkung gegenüber Russland und China
Nach Ansicht von James enthält die Intervention von US-Präsident Donald Trump in Venezuela „eine klare Botschaft Richtung Moskau und peking“. Russlands Präsident Wladimir Putin dürfte sich „ermutigt sehen, seinen aggressiven Kurs in der Ukraine fortzusetzen“. Für Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping sei das Signal nach den Worten von James ebenfalls eindeutig: „grünes Licht für die Eroberung Taiwans“.
Reaktion der ehemaligen Nato-Botschafterin Julianne Smith
Die frühere Nato-Botschafterin der USA, Julianne Smith, erklärte dem „handelsblatt“, dass niemand den Abgang des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro betrauern werde. Zugleich betonte sie, „diese Operation wirft eine Reihe schwieriger fragen auf“.
Ökonom Kenneth Rogoff warnt vor regionaler Instabilität
Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff warnte vor einer sich „abzeichnenden Instabilität in der gesamten Region“. Das Maduro-Regime sei seit Langem „ein Krebsgeschwür in der westlichen Hemisphäre“, sagte Rogoff.
Unklare Rolle der USA beim Übergang
Rogoff zufolge ist „unklar,wie stark sich die USA engagieren müssen,um einen stabilen Übergang zu erzielen“. Ein solcher Übergang werde „alles andere als leicht“ sein.











