Dax schließt mit leichtem Minus
Der Dax verzeichnete am Dienstag einen leichten Rückgang. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.637 Punkten berechnet, was einem Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach einem schwachen Start blieb der Dax unter Schwankungen im roten Bereich.
Marktanalyse und Unsicherheiten
andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentierte die Situation: „Die Unsicherheit über die Situation im Nahen Osten hat die Anleger rund um den globus, egal ob privat oder professionell, weiter voll im Griff.“ Zudem spekulieren einige über möglichen Insiderhandel im Vorfeld eines Posts von US-Präsident, der für turbulente Marktbewegungen sorgte. Lipkow betonte, dass es in dieser Gemengelage nahezu unmöglich sei, Anlageentscheidungen zu treffen.
Der Großteil der Marktteilnehmer halte sich daher zurück und positioniere sich an den Seitenlinien. „Die Nachrichtenlage bleibt undurchsichtig und das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten ist ein stetiger Begleiter der Investoren“, so Lipkow weiter. In den USA steigen die Renditen, was Inflationssorgen wegen steigender Energiepreise verstärkt. Anleger fragen sich, wie hoch die direkten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf konsum und preise in den USA und Europa sein werden.
Entwicklung bei Krediten und Aktien
Lipkow erklärte,dass sich die Lage bei privaten Krediten weiter verschlechtere und Befürchtungen eines neuen Krisenherds in den USA schüre.“Immer mehr große Private-Equity-Unternehmen limitieren die Verfügbarkeit der abgerufenen Anlagegelder“, so Lipkow. Der Dax verharrt vor diesem Hintergrund richtungslos unter großen Schwankungen in einer Seitwärtsbewegung.
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Brenntag und BASF an der Spitze der Kursliste,während die Aktien von Scout 24 und SAP am tabellenende zu finden waren.
Entwicklung der Energiepreise
Der Gaspreis sank deutlich: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im April kostete 54 Euro, fünf Prozent weniger als am vortag. Dies impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag 103,70 US-Dollar, was einem Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag entspricht.
Währungsentwicklung
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1589 US-dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8629 Euro zu haben.










