Einfluss des Irankriegs auf Strompreise in Deutschland
Der Irankrieg hat Auswirkungen auf die Strompreise in Deutschland. Haushalte,die einen neuen Stromvertrag abschließen möchten,sehen sich mit höheren Tarifen konfrontiert. Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox, über die der „Spiegel“ berichtet, sind die Tarife für Neukunden seit beginn des Konflikts um rund 15 Prozent gestiegen.
Aktuelle Strompreise
Die günstigsten Angebote liegen im Bundesschnitt bei knapp 28 Cent pro kilowattstunde (kWh).Im Februar betrugen die Preise noch gut 24 Cent pro kWh. Trotz des Anstiegs sind die aktuellen Preise noch weit von den rekordständen des Krisenjahrs 2022 entfernt.
Gründe für den Preisanstieg
Der jüngste Anstieg der Strompreise ist auf die Verteuerung von Erdgas im Großhandel zurückzuführen. Gaskraftwerke spielen eine wichtige Rolle bei der Absicherung der Stromversorgung in Deutschland, insbesondere bei geringem Wind- und Solarstrom. Der Börsenpreis wird durch das teuerste Kraftwerk bestimmt, das zur Deckung der Nachfrage benötigt wird.
Auswirkungen auf Neukunden und Bestandskunden
Energieversorger kaufen Strom über Monate im Voraus auf dem Terminmarkt ein. Seit Beginn des Irankriegs sind die Preise für April-Lieferungen um etwa 24 Prozent gestiegen, so Verivox. Thorsten Storck, energieexperte des Vergleichsportals, erklärt, dass solche Preisanstiege sich am schnellsten auf Neukundenangebote auswirken, da hier kurzfristig kalkuliert wird. Sollten die Weltmarktpreise auf dem hohen Niveau bleiben, könnten auch Bestandskunden in Deutschland mit Preiserhöhungen rechnen.










