Peter Bofinger fordert staatliche Eingriffe bei Energiepreisen
Der frühere Wirtschaftsweise Peter Bofinger spricht sich angesichts steigender Energiepreise für staatliche Eingriffe aus. „Ich habe Sympathien für einen Tankrabatt“, sagte Bofinger gegenüber T-online.Er kritisierte, dass die Maßnahme zu Unrecht schlechtgeredet worden sei. Daten des RWI-Instituts zeigten, dass die Preise während des letzten tankrabatts 2022 gesunken seien und weiter gefallen seien, solange die Maßnahme gegolten habe. Die Politik solle sich das „noch einmal ohne ideologische scheuklappen anschauen“,forderte Bofinger.
Warnung vor wirtschaftlichen Folgen
mit Blick auf die Blockade der Straße von Hormus warnte Bofinger vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für deutschland. Diese Situation bedeute „nichts Gutes“,sagte er. Sollte die Blockade länger anhalten, drohten spürbare Folgen bei Gas, Benzin, Düngemitteln und vielen anderen Gütern.
Inflationsgefahr und Kritik an der Wirtschaftspolitik
Bofinger hält eine neue Inflationswelle für wahrscheinlich. „Das geht relativ schnell“, erklärte er. Wenn die Energiepreise deutlich stiegen, könne das die Inflationsrate rasch nach oben treiben. Grundsätzlich rechnet Bofinger mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ab und fordert eine aktivere Industriestrategie. „warum nicht einen Fünfjahresplan, mit dem wir innovative Bereiche identifizieren, in denen wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren global punkten können“, sagte Bofinger.
Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
Bofinger äußerte Zweifel an der Eignung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina reiche für einen solchen Kurs. „Sie steht für das genaue Gegenteil.“ Reiche setze zu stark auf Marktkräfte, anstatt aktiv die Conversion der Volkswirtschaft voranzutreiben, so Bofinger.











