Warnung des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat vor den Folgen der anhaltenden Streiks im deutschen Luftverkehr gewarnt. „Die Arbeitsniederlegungen treffen den Luftverkehrsstandort Deutschland in einer ohnehin kritischen Phase“, erklärte der Verband am Mittwoch. Während sich andere europäische Länder von der Corona-Krise erholt hätten, liege Deutschland noch zurück. Die wiederholten Streiks verschärften die Wettbewerbsnachteile zusätzlich und beeinträchtigten Airlines, Passagiere, Wirtschaft und internationale Anbindung.
Auswirkungen und Forderungen
Der Verband betonte, dass Streiks im Luftverkehr aufgrund ihrer weitreichenden auswirkungen eine besondere Dimension hätten. Vor diesem Hintergrund sei es zu überlegen, ob das Streikrecht für kritische Infrastrukturen „neu ausbalanciert“ werden sollte. An die Arbeitnehmervertreter richtete der Verband den Appell, zu „tragfähigen Lösungen am verhandlungstisch“ zu kommen und nicht auf „Sturheit auf der Straße“ zu setzen.
Aktuelle Streiksituation
Zuletzt gab es mehrere Streiks in der Branche. In der vergangenen Woche kam es zu Streiktagen bei Lufthansa Classic, Cityline und lufthansa Cargo. parallel dazu laufen weitere Streikabstimmungen, unter anderem bei Eurowings und den Kabinenbesatzungen von Lufthansa Cityline. Am Flughafen Berlin-Brandenburg wurde der Betrieb am Mittwoch wegen Warnstreiks komplett eingestellt.











