Konflikt zwischen Israel und Iran
Der frühere Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Efraim Halevy, äußerte Zweifel an einem schnellen militärischen Ende des Konflikts mit dem Iran. Trotz der Ankündigung von Donald Trump, dass der Krieg bald enden könnte, betonte halevy, dass die USA weiterhin an der Seite Israels stehen würden. „Ich glaube nicht, dass wir diesen Punkt erreicht haben“, sagte er dem „Focus“.
Beziehungen zwischen USA und Israel
Halevy beschrieb das Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten und dem israelischen Premierminister als „vielleicht enger als je zuvor“. Eine grundlegende Divergenz sei derzeit unwahrscheinlich, jedoch könne Israel theoretisch auch allein weiterkämpfen.
Langfristige Lösung des Konflikts
Halevy ist überzeugt, dass der Konflikt langfristig nur politisch gelöst werden kann. Diese Einschätzung basiere weniger auf aktuellen politischen Realitäten als auf langfristigen geopolitischen Mustern. Historisch betrachtet waren Israel und der Iran nicht immer Gegner.
Historische Beziehungen
er erinnerte an die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern zur Zeit des Schahs und an das sicherheitspolitische Dreieck zwischen Israel, der Türkei und dem Iran. In dieser Zeit habe der Mossad das Fundament für seine erfolgreichen Operationen gegen das iranische Regime gelegt.
rolle der USA im Nahen Osten
Halevy erwartet eine größere Rolle der USA im Nahen Osten, solange Trump im Amt ist. Sollte die USA im Iran zur entscheidenden politischen Kraft werden, könnte dies Israel als engen Partner der USA und den iran als großes Land mit rund 80 Millionen Einwohnern in eine interessante Situation bringen. Dies würde den USA erheblichen Einfluss in der Region verschaffen.
Hintergrund
Efraim Halevy leitete den Mossad von 1998 bis 2002. Vor seiner Tätigkeit als Mossad-Chef engagierte sich der Jurist für den Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien, der 1994 unterzeichnet wurde.










