Ministeriumsbezeichnung soll Männer einbeziehen
Frauenministerin Karin Prien (CDU) erwägt, Männer in den Namen ihres Ministeriums aufzunehmen. „ich hätte jedenfalls nichts dagegen,auch Männerministerin zu sein“,erklärte prien gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vor 40 Jahren sei es ein Meilenstein gewesen, Frauen in den Namen des Ministeriums aufzunehmen. Heute gehe es auch um die Sichtbarkeit von Männern und deren besondere Bedarfslagen. „Vielleicht gehören sie daher in den Namen dieses Ministeriums – in jedem Fall will ich mich ihren Belangen auch widmen,da gelingende Gleichstellungspolitik Frauen und Männer adressiert“,so Prien.
Diskussion um Umbenennung des Frauentags
Zur Frage, ob der internationale Frauentag in Gleichstellungstag umbenannt werden sollte, äußerte sich prien zurückhaltend. „Das ist ein historisch gewachsener Begriff. Um den zu ändern, müsste ich Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden“, sagte sie. Prien betonte, dass der Fokus verstärkt auf Männer gelegt werden müsse.
Bildungsherausforderungen für Jungen
Prien wies darauf hin, dass bestimmte Gruppen von Jungen in den letzten Jahren vermehrt Probleme hätten. „Jungs brechen häufiger die Schule ab,erzielen im Schnitt schlechtere abschlüsse,sind öfter von Förderbedarfen betroffen“,sagte sie. Junge Frauen liegen in vielen bildungsetappen inzwischen vorn. ein Teil der Jungen wachse in Online-Räumen auf, die problematische Botschaften verstärken. Diese Narrative seien gerade für verunsicherte Jungen attraktiv.
Warnung vor weiteren Feiertagen
Prien warnte davor, den Frauentag nach dem Vorbild Berlins zum gesetzlichen Feiertag zu machen. „Wir müssen uns Sorgen um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit machen. Da brauchen wir keine weiteren Feiertage“,sagte sie.Der Frauentag könne dennoch feierlich oder kämpferisch begangen werden.











