Kritik an Reform der privaten altersvorsorge
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat den von der schwarz-roten Koalition eingebrachten Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge kritisiert. Der Verband fordert stattdessen die Stärkung der gesetzlichen Rente.
Stellungnahme des SoVD
Michaela Engelmeier, Vorsitzende des SoVD, äußerte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass der letzte Versuch staatlich gelenkter privater Rentenvorsorge gescheitert sei. Sie kritisierte die Riester-Rente, die ihrer Meinung nach vor allem den Versicherungskonzernen genützt habe. Nur ein drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sorge zusätzlich privat vor.
Forderung nach starker gesetzlicher Rente
der SoVD plädiert dafür,auf die gesetzliche Rente zu setzen und die Ergebnisse der Rentenkommission abzuwarten. Engelmeier betonte, dass das vorgeschlagene Produkt der privaten Vorsorge zwar einfacher und kostengünstiger sei, der Kostendeckel von 1,5 Prozent jedoch zu hoch liege. Sie verwies auf den schwedischen Staatsfonds, der mit Verwaltungskosten von rund 0,1 prozent deutlich günstiger sei.
Grundproblem der privaten Vorsorge
Engelmeier wies darauf hin, dass das Grundproblem der privaten Vorsorge bestehen bleibe: Wer keinen Euro zum Sparen übrig habe, könne trotz Förderung nicht vorsorgen. Daher sei eine starke gesetzliche Rente notwendig. Die Bundesregierung will mit dem Gesetz die private Vorsorge attraktiver machen, da die Riester-Abschlüsse zuletzt rückläufig waren.











