Debatte um Social-Media-Verbot für Kinder
Der Beauftragte der Bundesregierung für Drogen- und Suchtfragen, Hendrik Streeck (CDU), hat seine forderungen für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche konkretisiert. Vor dem CDU-Parteitag erklärte Streeck, dass er ein Nutzungsverbot sozialer Netzwerke für Kinder unter 14 Jahren für richtig halte. „Sie können manipulative Plattformmechanismen noch nicht verlässlich durchschauen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Dies sei keine Frage der Bevormundung, sondern des Schutzes.
Schutzauflagen und Eigenverantwortung
Streeck betonte, dass mit zunehmendem Alter nicht der Ausschluss, sondern klare Schutzauflagen und wachsende Eigenverantwortung im Vordergrund stehen sollten. Plattformen müssten besondere sorgfaltspflichten erfüllen und ihre Systeme auf sicherheit ausrichten. Bestehendes Recht müsse konsequent durchgesetzt werden.
Technische Lösungen und Medienkompetenz
Der CDU-Politiker forderte wirksame Technik zur Altersverifikation und die Stärkung der Medienkompetenz. Jugendmedienschutz sei keine ideologische Debatte, sondern eine Frage der Gesundheit und Entwicklung. Digitale Teilhabe müsse in einem sicheren Rahmen stattfinden.
Auswirkungen sozialer Medien
Streeck wies darauf hin, dass soziale Medien Kindheit und jugend prägen und sowohl Chancen als auch Risiken bieten. „Bereits jedes vierte Kind zeigt ein problematisches oder riskantes Nutzungsverhalten“, so Streeck. Dies sei die Folge digitaler Geschäftsmodelle, die auf maximale Aufmerksamkeit zielen.Inhalte wie Gewalt und Extremismus könnten verstörend wirken und demokratiefeindliche Narrative verbreiten. Daher seien verbindliche Altersstandards und deren Durchsetzung notwendig.










