Widerspruch zur Aussage von bundeskanzler Merz
Der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bernd fitzenberger, hat die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz über die vermeintlich geringe Arbeitszeit der Deutschen zurückgewiesen.“In dieser Pauschalität stimmt die Analyze nicht“, sagte Fitzenberger dem „Handelsblatt“.
Arbeitsmarkt und Zuwanderung
Fitzenberger betonte, dass in Deutschland mehr Menschen denn je arbeiten, sowohl absolut als auch als Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung. die Summe der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden liege auf Rekordniveau. Um Beschäftigung und Wohlstand zu sichern, seien Zuwanderung, weniger Auswanderung, mehr Erwerbstätigkeit Älterer und mehr Arbeitszeit von Frauen notwendig.
Teilzeitarbeit und Viertagewoche
Fitzenberger warnte vor der Abschaffung des Rechts auf Teilzeit. Forschungsergebnisse zeigten nicht, dass dadurch automatisch mehr Arbeitszeit gewonnen werde. Er verwies auf Frankreich, wo eine Mindestwochenarbeitszeit von 24 Stunden eingeführt wurde, was zu weniger arbeitenden Frauen führte. Zudem wies er pauschale Kritik an der Viertagewoche zurück. Für junge Eltern könne eine vollzeitnahe Teilzeit eine gute Lösung sein, da sie langfristig produktiver sein könne als das klassische ein-Vollzeitverdiener-Modell.











