Warnung vor unzureichender Krisenvorbereitung
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz, uwe Krischer, warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht ausreichend auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet sind. Er betont die Notwendigkeit, neben erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Ernstfall vorzubereiten.
Selbstschutz als Teil der Ausbildung
Krischer schlägt vor, in Erste-Hilfe-Kursen für den Führerschein und im schulischen Wiederbelebungsunterricht auch Selbstschutz zu lehren.Dazu gehören Eigenvorsorge mit Vorräten, Notfallgepäck und die Versorgung von Schusswunden und anderen Kriegsverletzungen. „Das Thema gehört schon in die Kitas“, sagte Krischer der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Er betont, dass Kita-Kinder spielerisch lernen können, wie man einen Notruf absetzt und eine Wunde verbindet. Alle Kita- und Schulkinder in NRW sollten verpflichtend Selbstschutz lernen.
Eigenverantwortung in Krisensituationen
Krischer weist darauf hin, dass die Bevölkerung sich in einer großen Krise vor allem selbst helfen müsse. „Viele haben das noch nicht verinnerlicht. Sie meinen, wenn es ihnen schlecht geht, rufen sie die 112, und dann kommt jemand. Aber im Verteidigungsfall kommt womöglich niemand“, erklärte Krischer der WAZ.











