Grüne planen Bürgerfonds zur Altersvorsorge
Die Grünen wollen die private Altersvorsorge mit einem staatlich verwalteten Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild reformieren. Dies geht aus einem Beschlussantrag der Grünen-Bundestagsfraktion hervor,über den die „Rheinische Post“ berichtet.
Einführung des Bürgerfonds
Der Antrag soll im Februar im Bundestag behandelt werden, könnte jedoch von der schwarz-roten Mehrheit abgelehnt werden.Der Bürgerfonds soll die Riester-Rente ersetzen und als bessere Alternative zur von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgeschlagenen Reform dienen. Der Fonds soll durch einen öffentlich-rechtlichen Träger neu gegründet oder an bestehende Träger übertragen werden. Er soll politisch unabhängig und professionell verwaltet werden.
Teilnahme und Verwaltung
Abhängig Beschäftigte sollen automatisch einen Teil ihres Gehalts in den Fonds einzahlen, können jedoch aktiv widersprechen (Opt-Out-Regel). Selbstständige und andere Personengruppen können freiwillig teilnehmen (Opt-in-Regel). Der Fonds soll das Kapital breit diversifiziert und größtenteils passiv am Markt anlegen, dabei renditeorientiert sein und Investitionen in fossile Geschäftsmodelle ausschließen. deutsche und europäische Wertpapiere sollen bevorzugt werden.
Stimmen aus der Politik
Grünen-politiker Stefan Schmidt, Mitglied im Finanzausschuss des bundestags, bezeichnete den Bürgerfonds als „echten Neustart in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge“. Er soll die Schwächen der Riester-Rente ausbügeln und für höhere Zusatzrenten im alter sorgen.











