Arbeitskammer des Saarlandes positioniert sich zum sozialstaat
Die Arbeitskammer des Saarlandes hat sich in der Woche der Bekanntgabe der Sozialstaatskommission klar zur Zukunft des Sozialstaates positioniert. Bei einer bundespolitischen Konferenz in Berlin und einem Sozialstaatskongress im Saarland betonte sie ihr Engagement für den Schutz und die Weiterentwicklung des Sozialstaates.
Faktenbasierte Debatte
In der aktuellen Debatte wird der Sozialstaat oft als Kostenproblem dargestellt. Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer, kritisiert diese Sichtweise. Er betont, dass die Sozialausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt nicht gestiegen sind und dass verteilungsgerechtigkeit die Voraussetzung für Wohlstandssicherung ist.
Sozialstaatsradar
Eine repräsentative Befragung, das Sozialstaatsradar, zeigt, dass die Mehrheit der Menschen einen starken, solidarischen Sozialstaat wünscht.Caspar unterstreicht, dass sowohl junge als auch ältere Menschen bereit sind, dafür den nötigen finanziellen Beitrag zu leisten.
Forderungen der Arbeitskammer
Die Arbeitskammer fordert eine Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent und eine solidarische Finanzierung, die alle Erwerbstätigen einbezieht. Im Bereich Pflege spricht sie sich für einen Systemwechsel aus, um Pflegebedürftige finanziell zu entlasten. Im Gesundheitssystem wird eine solidarische Bürgerversicherung gefordert.
Engagement auf Veranstaltungen
Die arbeitskammer vertrat ihre Positionen bei der Sozialstaatskonferenz 2026 in Berlin und beim Sozialstaatskongress im Saarland. Beide Veranstaltungen brachten Vertreter aus Politik,Wissenschaft und Gesellschaft zusammen.
Bewertung der Sozialstaatskommission
Die Arbeitskammer bewertet den Bericht der Sozialstaatskommission positiv, warnt jedoch vor verdeckten Leistungskürzungen.Entscheidend sei die konkrete Ausgestaltung im Gesetzentwurf und das parlamentarische Verfahren.










