Empörung in Grönland über satirische Aktion
Eine satirische Aktion des deutschen Comedians Maxi Schafroth hat in grönland für Empörung gesorgt. Nach Informationen von T-Online versuchte Schafroth, der auch für die NDR-Sendung „extra 3“ arbeitet, am Mittwoch eine US-Flagge vor dem Kulturzentrum in der Hauptstadt Nuuk zu hissen. Ein Mitarbeiter des Zentrums verhinderte das Vorhaben.
Reaktionen und Folgen
Der grönländische Aktivist Orla Joelsen veröffentlichte ein Video, das die Szene zeigen soll, und kritisierte: „Wenn Sie unsere Werte nicht respektieren, warum sind Sie dann in Nuuk? Schande über Dich, Du Narr.“ joelsen ergänzte, es habe sich um einen deutschen Komiker gehandelt, „der versuchte, witzig zu sein, indem er sich als Vertreter der US-regierung ausgab“. Gegen Schafroth sei Anzeige erstattet worden.
Stellungnahme des NDR
Der norddeutsche Rundfunk bestätigte die Dreharbeiten. ein Mitglied des „Extra 3“-Teams habe in Nuuk eine US-flagge auf einem öffentlichen Platz hissen wollen. „Dafür wurde vor Ort ein Bußgeld verhängt“, teilte eine NDR-Sprecherin mit. Man bedaure es, sollte der eindruck entstanden sein, Ziel der Satire seien die Menschen in Grönland gewesen.
Weitere Vorfälle
Laut einer augenzeugin gab sich Schafroth als US-Regierungsvertreter aus. „Er hat Angst bekommen,als er sah,wie groß der Gegenwind war“,sagte sie T-Online. Schafroth habe den Platz zügig verlassen und „eine Menge Chaos verursacht, gerade in der angespannten politischen Situation“. Bereits am Vortag hatte Schafroth am Flughafen Nuuk für Verwirrung gesorgt, als er verkündete, US-Präsident Donald Trump sei gelandet. Die Jubelrufe galten allerdings einer grönländischen Jugendfußballmannschaft.











