In Venezuela sind fünf von sechs inhaftierten Journalisten freigelassen worden. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen mit. Die Freilassungen stehen demnach im Zusammenhang mit einer größeren Entlassungswelle politischer Gefangener.
Freilassungen unter Auflagen
Zu den Freigelassenen gehört der Journalist Luis López, der im Juni 2024 festgenommen wurde und für die Zeitung La Verdad de Vargas arbeitete. Ebenfalls freigekommen sind leandro Palmar und sein Kollege Belices Salvador Cubillán. Beide arbeiteten für LUZ Radio und waren wegen angeblicher Terrorismusvorwürfe inhaftiert worden.
Auch die Journalistin Nakary Mena Ramos und ein Kameramann, die für das Nachrichtenportal Impacto Venezuela berichteten, gehören zu den entlassenen Medienschaffenden.
Weiteres Verfahren gegen Journalisten
nach Angaben der venezolanischen Pressegewerkschaft SNTP kamen alle freigelassenen Journalisten nur unter Auflagen auf freien Fuß und stehen weiterhin vor Gericht.
Ein sechster Journalist bleibt weiterhin in Haft. Dabei handelt es sich um rory Branker, der für die Nachrichtenseite La Patilla berichtete und im Februar 2025 gewaltsam festgenommen wurde. Im Dezember wurde er nach diesen Angaben aus dem Gefängnis an einen unbekannten Ort gebracht. Dem Vernehmen nach soll er sich in einer Haftanstalt in Tocorón im Bundesstaat Aragua befinden.
Verschlechterte Lage für Medien in Venezuela
Nach einschätzung von Reporter ohne Grenzen hat sich die Situation für Journalistinnen und journalisten in Venezuela seit der US-Militäraktion am 3. Januar und der Verschleppung von Staatspräsident Nicólas Maduro weiter verschlechtert. Am 5. Januar seien 14 Journalisten vorübergehend festgenommen worden, ihre Ausrüstung sei durchsucht worden.
Zudem erschweren die Behörden laut Reporter ohne Grenzen den Zugang zu offiziellen Informationen. Ausländischen Journalisten werde weiterhin die Einreise nach Venezuela verweigert.










