Seit inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im Jahr 2024 haben in den größten deutschen Städten tausende menschen ihren rechtlich eingetragenen Geschlechtseintrag geändert. Nach Informationen der „Bild“, die sich auf eine Abfrage in den 30 größten Städten zum Stichtag 15. Dezember stützt, wechselten dabei mehr Frauen zu Männern (1.522) als Männer zu Frauen (1.270).
Geschlechtswechsel in deutschen Großstädten
Entwicklungen seit 2024
Die Auswertung der 30 größten Städte Deutschlands zeigt, dass seit 2024 zahlreiche Änderungen des Geschlechtseintrags vorgenommen wurden. Insgesamt wurden nach den Angaben mehrere tausend Wechsel registriert. Dabei entfiel ein größerer anteil auf Wechsel von Frauen zu Männern als von Männern zu Frauen.
Höchste Zahlen in Berlin
in Berlin wurden mit 2.747 Wechseln die meisten Änderungen verzeichnet. Davon entfielen 1.062 auf Wechsel zwischen den Einträgen „männlich“ und „weiblich“.Zudem ließen 354 Personen ihren Geschlechtseintrag in „divers“ ändern. Weitere 381 Personen strichen ihren Geschlechtseintrag vollständig.
Weitere Großstädte mit hohen Fallzahlen
Nach Berlin folgen Hamburg mit 972 Wechseln und Köln mit 735 Änderungen des Geschlechtseintrags. In München wurden seit 2024 insgesamt 597 Wechsel registriert, in Frankfurt am Main 448 und in Leipzig 388.
Hintergrund: Selbstbestimmungsgesetz
Das selbstbestimmungsgesetz erleichtert seit 2024 die amtliche Änderung des Geschlechtseintrags. Es regelt das Verfahren, mit dem Personen ihren Eintrag im personenstandsregister anpassen, in „divers“ ändern oder vollständig streichen lassen können.











