Der Rückstand auf einen Abstiegsplatz beträgt nun nur noch acht Punkte – die Partie zwischen Ulm und Rostock läuft zum Zeitpunkt des Berichtes noch , wodurch der Rückstand bei einem Ulmer Sieg auf 5 Punkte sinken kann.
Vor 1.012 Zuschauern im Eilenriedestadion in Hannover begann der FCS zunächst mit Zug nach vorne. Tim Civeja prüfte Havelses Keeper Norman Quindt mit einem Flatterball aus der Distanz (7.), wenig später kam Kai Brünker aus fünf Metern frei zum Abschluss – Quindt parierte (15.). Davon abgesehen blieb die Partie auf beiden Seiten arm an klaren Torchancen und reich an Fehlpässen. Saarbrücken fehlte im letzten Drittel über weite Strecken die nötige Genauigkeit. Weitere nennenswerte Abschlüsse vor der Pause: ein geblockt-Schuss von Civeja (45.+1) und ein Weitschuss von Sebastian Vasiliadis über das Tor (45.+2). Es stand 0:0 zur Halbzeit.
Blitzstart Havelse, keine Reaktion des FCS
Unmittelbar nach Wiederanpfiff nutzte Havelse eine laxe Saarbrücker Defensivstaffelung: Emre Aytun flankte von links, Leon Sommer köpfte aus fünf Metern ein – 1:0 (46.). Der FCS fand sich kaum, sechs Minuten später fiel das 2:0: Lorenzo Paldino nahm einen Querpass von Nassim Boujellab auf und schlenzte die Kugel aus halblinker Position ins rechte Eck (52.).
Trainer Argirios Giannikis reagierte mit einem Doppelwechsel: Maurice Multhaup und Dominic Baumann kamen für Vasiliadis und Brünker (55.). Baumann hatte in der Folge die besten Saarbrücker Möglichkeiten – köpfte am langen Pfosten knapp vorbei (56.), schoss über den Kasten (58.) und vergab in der 73. Minute die größte Chance des Spiels: Einen von Quindt nur nach vorne abgewehrten Schuss setzte Baumann aus sechs Metern freistehend über das Tor.
In der Schlussphase rettete Noah Plume für Havelse einen Multhaup-Abschluss auf der Linie (84.), Florian Pick scheiterte aus halbrechter Position ebenfalls (85.). Mehr kam nicht. Calogero Rizzuto sah in der 64. Minute seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit im nächsten Heimspiel.
Fans rechnen ab
Kurz vor dem Abpfiff skandierten Teile des Saarbrücker Anhangs: „Außer Manu könnt ihr alle gehn“ – eine unmissverständliche Reaktion auf den Auftritt der Mannschaft. Den einzigen Auswärtssieg dieser Saison hatte der FCS im September beim VfB Stuttgart II (3:1) errungen. Über 80 Minuten hinweg unterstützten die 600 mitgereisten Fans aus Saarbrücken die Mannschaft stark – wie zuvor auch bei beiden Heimspielen.
Die erneute Abwendung von der Mannschaft ist auf den Auftritt der Spieler zurückzuführen.
Ausblick
Am kommenden Samstag (14 Uhr) empfängt der 1. FC Saarbrücken im Ludwigspark den TSV 1860 München – den Ex-Klub von Trainer Giannikis, der die Münchner von Januar 2024 bis Januar 2025 betreut hatte. Das Hinspiel in München hatte Saarbrücken 0:2 verloren.


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